Wärmepumpen und steuerbare Verbrauchseinrichtungen: Stromkosten clever reduzieren
Wärmepumpen bieten die Möglichkeit, klimafreundlicher zu heizen und langfristig Heizkosten zu sparen. Sie nutzen Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und erzeugen dabei aus einer Kilowattstunde Strom bis zu drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Bei den Stromkosten gibt es zudem interessante Einsparmöglichkeiten.
Betreiber von Wärmepumpen und anderen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen können von reduzierten Netzentgelten profitieren. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber bei einer drohenden Überlastung des örtlichen Stromnetzes den Strombezug der Geräte vorübergehend reduzieren. So tragen die Anlagen dazu bei, das Stromnetz stabil zu halten. Die Versorgung des Haushalts mit Strom bleibt davon unberührt.
Welche Vergünstigungen gibt es?
Im Netzgebiet der Remstalwerk Netzgesellschaft GmbH stehen für entsprechende Anlagen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Modul 1 – Pauschale: Hier gibt es eine feste jährliche Entlastung bei den Netzentgelten. Für 2026 beträgt sie rund 135 Euro brutto. Ein separater Stromzähler ist dafür nicht erforderlich.
- Modul 2 – Verbrauchsabhängig: Der Arbeitspreis für die Netznutzung sinkt um 60 Prozent. Voraussetzung ist ein eigener Zählpunkt für die steuerbare Verbrauchseinrichtung. Zusätzlich entfällt dort der Netznutzungs-Grundpreis.
- Modul 3 – Zeitvariable Netzentgelte: In Kombination mit Modul 1 sind weitere Einsparungen möglich, wenn Strom bevorzugt zu Zeiten mit günstigeren Netzentgelten genutzt wird. Dafür wird ein intelligentes Messsystem benötigt.
Zusätzlicher Vorteil für Wärmepumpen
Für Wärmepumpen gibt es neben den reduzierten Netzentgelten eine weitere Entlastungsmöglichkeit: die KWKG-Umlage (zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung) und die Offshore-Netzumlage (für den Anschluss von Offshore-Windparks) entfallen vollständig. Zusammen machen diese Umlagen 2026 rund 1,65 Cent brutto je Kilowattstunde aus. Voraussetzung ist unter anderem, dass die elektrisch betriebene Wärmepumpe über einen eigenen Zählpunkt mit dem Stromnetz verbunden ist.
Installation und Beratung
Damit Wärmepumpen und andere steuerbare Verbrauchseinrichtungen mit einer Leistung über 4,2 kWp die Voraussetzungen für reduzierte Netzentgelte erfüllen, sollte ein Elektrofachbetrieb die Hausinstallation vorbereiten und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen. Welche Entlastungsvariante am besten passt, hängt vom Stromverbrauch und der Zählerausstattung ab. Das REMSTALWERK berät Sie gerne telefonisch unter 07151 36971-0 oder per E-Mail an info@remstalwerk.de.



